BESTÄNDE
Die "Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig" konnte einige Nachlässe sowie Teilnachlässe der Lehrergeneration an der TU Braunschweig sichern. Es wird angestrebt, weitere Bestände, die die bauliche Entwicklung in der Region Niedersachsen zum Schwerpunkt haben, der Sammlung zu integrieren. Dabei werden die Schüler der "Braunschweiger Schule" der Architektur und des Ingenieurbaus, die Lehrer der 2. und 3. Generation ebenso berücksichtigt wie die Assistenten, um die breite Wirkung, die von der TU Braunschweig ausging, erforschen zu können.
Das Material macht deutlich, dass der Entwurfsprozess in der Nachkriegszeit spezifische mediale Schwerpunktsetzungen mit sich brachte, denen die Sammlung Rechnung trägt. Die Architekten und Ingenieure haben vor allem in den fünfziger und frühen sechziger Jahren internationale Strömungen über ein intensives Zeitschriftenstudium rezipiert und in ihre Entwürfe einfließen lassen. Auf zahlreichen Studienreisen und Exkursionen spielte zunehmend das Medium der Fotografie eine bedeutende Rolle im Rahmen von Baudokumentationen und deren Analysen, die auf die Entwurfslehre unmittelbar Einfluss nahmen. Diese Tendenzen prägen die "Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig".
Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Sicherung von Lehrmaterialien, wie Vorlesungsmitschriften, Exkursionsnotizen sowie Diplomaufgaben und -entwürfe. Die Zusammenführung dieses Materials mit den Beständen aus den Büros und aus privater Hand ermöglichen tiefer gehende Analysen von Leitbildern im Kontext der Architekten- und Ingenieursausbildung an der Technischen Universität Braunschweig.