GESCHICHTE

Im Jahr 2007 zeigte das Institut für Bau- und Stadtbaugeschichte, Fachbereich Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (gtas) in der Ausstellung "Gesetz und Freiheit. Der Architekt Friedrich Wilhelm Kraemer (1907-1990)" das Oeuvre dieses Architekten, der nicht nur die Architekturfakultät der TU Braunschweig 1946 neu gründete, sondern auch einer der erfolgreichsten Architekten der frühen Bundesrepublik Deutschland war (zur Ausstellung siehe: www.gesetzundfreiheit.de). Die sogenannte "Braunschweiger Schule" prägte in der Folgezeit Generationen von Architekten durch namhafte Professoren wie Dieter Oesterlen, Walter Henn, Johannes Göderitz und Manfred Lehmbruck.

Die Ausstellung mit dem begleitenden Katalog bildete die Initiation für ein neu entdecktes Interesse nicht nur innerhalb der TU Braunschweig für die eigene Geschichte vor allem in der Nachkriegszeit, vielmehr wurde deutlich, daß umfangreiche Nachlässe und Archive aus jener Zeit vorhanden sind, aber ebenso wie die Bauten gefährdet und dem Verlust anheim gegeben werden. Für die Region Braunschweig/Niedersachsen gibt es zwar Einzelbestände in Archiven und Museen, es fehlt jedoch eine systematisch betriebene Sammlungs- und Sicherungsforschung von Beständen im Rahmen eines Architektur- und Ingenieurarchivs. Daher gründete das gtas 2008 mit breiter Unterstützung nicht nur der TU Braunschweig, sondern auch durch Berufsverbände und private Unterstützer die "Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig" als Teil des Universitätsarchivs.